Havelland Touren

Gewässer · Havelland

Schwielowsee

784 Hektar Wasser — 3 Badestellen, 2 Touren am Ufer.

784 ha Wasserfläche 18 km Uferlinie 1 Orte am Wasser

Wasserfläche

784ha

nach Geodaten (GIS)

Uferlinie

18km

Umfang der Fläche

Typ

See

Badestellen

3

davon 2 EU-Badestellen

Orte am Ufer

1

Schwielowsee

Der Schwielowsee liegt südwestlich von Potsdam zwischen Caputh, Geltow, Ferch und Petzow. Er gehört zu den größten Seen der Potsdamer Havellandschaft. Trotz seiner weiten Wasserfläche ist er überwiegend flach; nur im nordöstlichen Bereich werden größere Tiefen erreicht.

Der See entstand in einer eiszeitlich geformten Rinne und wird von der Havel durchflossen. Im Nordosten gelangt sie durch das Caputher Gemünde aus dem Templiner See in den Schwielowsee. Im Nordwesten setzt sich der Wasserweg über den Petzower Streng in Richtung Glindower See und Großer Zernsee fort. Der Schwielowsee gehört zur Potsdamer Havel und ist Teil der Bundeswasserstraße; der Sacrow-Paretzer Kanal verläuft dagegen weiter nördlich und berührt den See nicht.

Wegen seiner geringen Tiefe wird der Schwielowsee durch Wind und Wasserbewegung regelmäßig durchmischt. Das nährstoffreiche Wasser erwärmt sich im Sommer vergleichsweise schnell; bei anhaltend warmer und windarmer Witterung kann es zu stärkerem Algenwachstum kommen. Weite Uferabschnitte werden von Röhrichten und flachen Verlandungszonen geprägt. Am Südufer bei Ferch steigen die bewaldeten Fercher Berge aus der Niederung auf.

Caputh, Geltow und Ferch gehören heute zur Gemeinde Schwielowsee; Petzow ist ein Ortsteil von Werder (Havel). Caputh ist unter anderem für das Schloss, die historische Seilfähre über das Caputher Gemünde und das von Konrad Wachsmann entworfene Sommerhaus Albert Einsteins bekannt. Ferch wurde durch seine Havelländische Malerkolonie geprägt. In Petzow liegen das Schloss, die Schinkelkirche und der nach Plänen Peter Joseph Lennés gestaltete Landschaftspark unmittelbar am See. Geltow und Baumgartenbrück erschließen das nördliche Ufer.

Auch Theodor Fontane beschrieb den Schwielowsee ausführlich in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Sein Bild des breiten, sonnigen Havelsees prägt die Wahrnehmung der Landschaft bis heute. Der See wird intensiv von Fahrgastschiffen, Segel- und Motorbooten sowie von Paddlern und Stand-up-Paddlern genutzt.

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Baden

Am Schwielowsee befinden sich mit dem Strandbad Caputh und dem Strandbad Ferch zwei amtlich ausgewiesene EU-Badestellen. Beide werden während der Badesaison regelmäßig kontrolliert; ihre mikrobiologische Badegewässerqualität ist gegenwärtig als ausgezeichnet eingestuft.

Das Strandbad Caputh liegt am Ostufer und verfügt über einen Sandstrand, Liegewiesen und touristische Infrastruktur. Das kleinere Strandbad Ferch befindet sich am Südufer des Sees. Daneben gibt es örtlich genutzte Badezugänge, etwa im Schlosspark Petzow; diese sind jedoch keine amtlich überwachten EU-Badestellen.

Außerhalb der ausgewiesenen Badebereiche können Schiffsverkehr, Wasserpflanzen, schlammiger Untergrund und wechselnde Wassertiefen das Baden erschweren. Wegen des hohen Nährstoffgehalts sind im Sommer Algen- oder Blaualgenentwicklungen möglich. Aktuelle Hinweise und Untersuchungsergebnisse der Badestellen sollten deshalb beachtet werden.

    • EU-Badestelle
    • Sand
    • Liegewiese
    • Parkplatz
    • WC vorhanden
    • DLRG
    • Imbiss
    • Anglerstelle
    • Grillplatz
    • Spielplatz
    • Wassersport

    k.A.

    • EU-Badestelle
    • Sand
    • Liegewiese
    • Parkplatz
    • WC vorhanden
    • Imbiss
    • Anglerstelle
    • Grillplatz

    k.A.

    Strandbad Ferch
    Strandbad Ferch
    Strandbad Ferch
    Strandbad Ferch
    Strandbad Ferch
    Strandbad Ferch
  1. Badestelle mit Zugang und Blick auf den breiten Schwielowsee

Touren

Der Schwielowsee lässt sich zu Fuß und mit dem Fahrrad umrunden, allerdings verläuft die Strecke nicht durchgehend unmittelbar am Wasser. Ufernahe Wege finden sich besonders in Caputh, zwischen Caputh und Ferch, an der Fercher Seewiese, im Umfeld von Petzow sowie bei Baumgartenbrück und Geltow. Dazwischen führen die Wege durch Wälder, Ortslagen und offene Landschaften oder entfernen sich zeitweise deutlich vom See.

Besonders reizvoll sind die bewaldeten Wege zwischen Caputh, Flottstelle und Ferch sowie die Seeuferwege in Ferch und Caputh. Bei Petzow lässt sich die Tour mit dem Landschaftspark, der Schinkelkirche und dem Haussee verbinden. Südlich des Schwielowsees führen Wege in die Fercher Berge und zum Aussichtsturm auf dem Wietkiekenberg, der einen weiten Blick über die Havelseenlandschaft bietet.

Für Radtouren stehen unterschiedliche Rundkurse zur Verfügung. Eine geführte Route um den Schwielowsee wird mit etwa 32 Kilometern angegeben; die Fontane-Lauschtour ist rund 33 Kilometer lang. Verbindungen bestehen über regionale Radwege nach Potsdam, Werder und entlang der Havel. Die Strecken führen über asphaltierte Straßen und Radwege, befestigte Wirtschaftswege sowie abschnittsweise über geschotterte oder sandige Waldwege.

Vogelbeobachtung

Die Röhrichtgürtel, flachen Buchten und feuchten Uferbereiche des Schwielowsees bieten Lebensraum für typische Wasser- und Röhrichtvögel. Auf der offenen Wasserfläche lassen sich regelmäßig Haubentaucher, Blässhühner, Schwäne, Kormorane und verschiedene Entenarten beobachten. In den Röhrichten und Ufergehölzen kommen unter anderem Rohrsänger und weitere Singvögel vor.

Vor allem während der Zug- und Winterzeit nutzen zusätzliche Enten- und Tauchvogelarten die offene Wasserfläche. Ruhigere Beobachtungsmöglichkeiten bieten sich außerhalb der Ortszentren, etwa an den Röhrichtzonen bei Flottstelle, am südlichen Ufer bei Ferch und an wenig erschlossenen Abschnitten im Norden des Sees.

Der Schwielowsee liegt innerhalb der Potsdamer Havellandschaft, die für zahlreiche Wasser- und Rastvögel bedeutsam ist. Ein eigens für die Vogelbeobachtung errichteter Turm besteht unmittelbar am See jedoch nicht. Der Aussichtsturm auf dem Wietkiekenberg dient vor allem dem Landschaftsblick; für Wasservögel sind die frei zugänglichen Uferwege geeigneter.

Gastronomie

4 gastronomische Einrichtungen am Ufer oder in der Nähe.

  1. Cafe 3 Kaehne im ehemaligen Schulhaus

Wasserfläche

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Weitere Badestellen in der Nähe

Seen im Umkreis.

Für den Bezug der Geodaten der NSG und Gewässer, Biotopklassifikationen und weiterer Daten siehe Literatur/Quellen