Gewässer · Havelland
215 Hektar Wasser — 1 Tour am Ufer.
Wasserfläche
215ha
nach Geodaten (GIS)
Uferlinie
6km
Umfang der Fläche
Typ
See
Nördlich von Potsdam breitet sich der Fahrländer See aus. Er füllt eine eiszeitliche Abflussrinne und ist mit kaum mehr als drei Metern nur flach – der Wind durchmischt das Wasser daher rasch, und der See gilt als nährstoffreich. Seit 1876 trennt ihn ein 30 Meter breiter Damm vom Sacrow-Paretzer Kanal.
Am Nordufer liegt Fahrland: eine einst slawische Fischersiedlung, die sich seit dem 12. Jahrhundert als Angerdorf entwickelte und bis heute eine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert bewahrt. Im Osten schließt Neufahrland an, das als Kolonie der Gemeinde Fahrland entstand. Nach Westen öffnen sich Wiesen mit Entwässerungsgräben, die im Winter unter Wasser stehen, bevor dahinter Marquardt mit seinem klassizistischen Schloss folgt.
Ein Schilfrohrgürtel zieht sich fast durchgängig um die Ufer und prägt den See, der über Jahrzehnte als Fischzuchtgewässer diente. Seit 1998 zählt der Fahrländer See zum Landschaftsschutzgebiet „Königswald mit Havelseen und Seeburger Agrarlandschaft“ und ist dort als Brut- und Winterraststätte zahlreicher Wasservogelarten ausgewiesen.
Touren
Rund um den Fahrländer See erschließt sich die Umgebung über Wege am Nord- und Ostufer, die die Orte Fahrland und Neufahrland einbinden; am Südostufer liegt zudem der Kirchberg, Rest einer eiszeitlichen Endmoräne. Nach Westen führen die Wege weiter durch die angrenzenden Wiesen mit ihren Entwässerungsgräben bis nach Marquardt. Der Damm, der den Fahrländer See vom Kanal trennt, ist in der Mitte unterbrochen, so dass eine Umrundung nicht möglich ist.
Vogelbeobachtung
Der breite Schilfrohrgürtel, der die Ufer fast durchgängig säumt, macht den Fahrländer See zu einer ausgewiesenen Brut- und Winterraststätte für zahlreiche Wasservogelarten. Zu den hier brütenden Arten zählen unter anderem Haubentaucher, Zwergtaucher, Rohrweihe, Schwarzmilan, Eisvogel, Wasserralle sowie mehrere Rohrsänger- und Meisenarten. Darüber hinaus dient der See regional als bedeutsames Rastgebiet für Wasservögel, unter denen auch gefährdete Arten nachgewiesen wurden.
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