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Gewässer · Havelland

Sacrower See

108 Hektar Wasser — 2 Badestellen, 4 Touren am Ufer.

108 ha Wasserfläche 7 km Uferlinie

Wasserfläche

108ha

nach Geodaten (GIS)

Uferlinie

7km

Umfang der Fläche

Typ

See

Badestellen

2

Der Sacrower See liegt im Norden Potsdams zwischen Groß Glienicke und dem Ortsteil Sacrow. Als tiefer, überwiegend von Grundwasser gespeister Rinnensee unterscheidet er sich deutlich von vielen flachen Havelseen der Umgebung. Seine mittlere Tiefe beträgt nach Angaben der Landeshauptstadt etwa 14,5 Meter; an der tiefsten Stelle erreicht er bis zu 39 Meter.

Der See entstand in einer eiszeitlich geformten Rinne. Einen regelmäßigen größeren oberirdischen Zufluss besitzt er nicht. Über den Schiffgraben besteht eine Verbindung zur Sacrower Lanke und damit zur Havel. Ein Staubauwerk nahe der Mündung ermöglicht es, den Wasserstand des Sees in begrenztem Umfang zu beeinflussen.

Der Sacrower See liegt vollständig im Naturschutz- und FFH-Gebiet „Sacrower See und Königswald“. Seine überwiegend steilen Ufer werden fast vollständig von den Wäldern des Königswalds umgeben. Röhrichte sind wegen des häufig rasch abfallenden Ufers vielerorts nur schmal ausgebildet; ökologisch wertvolle Feuchtwaldbereiche finden sich insbesondere am Westufer und entlang des Schiffgrabens. Das bereits 1941 ausgewiesene Gebiet ist das älteste Naturschutzgebiet Potsdams.

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Baden

Am Sacrower See gibt es zwei geduldete Naturbadestellen. Sie sind keine amtlich ausgewiesenen EU-Badegewässer und werden daher nicht im regulären Potsdamer Badegewässerprogramm überwacht. Die größere Badestelle liegt am Nordende des Sees und ist von Groß Glienicke aus zu Fuß erreichbar. Eine zweite Badestelle befindet sich am südlichen Teil des Sees in Richtung Sacrow.

Die Badestellen verfügen nur über geringe Infrastruktur und werden nicht beaufsichtigt. Am nördlichen Sandstrand fällt das Ufer zunächst flach ab; außerhalb der ausgewiesenen Badebereiche können die Ufer jedoch schnell steiler werden. Da der gesamte See im Naturschutzgebiet liegt, soll ausschließlich an den beiden geduldeten Stellen gebadet werden. Andere Uferabschnitte dürfen nicht betreten werden.

Das Befahren des Sees mit Booten, Kajaks, SUPs oder anderen Wasserfahrzeugen ist ohne besondere Genehmigung untersagt. Ebenso sind Zelten, Grillen und offenes Feuer im Schutzgebiet nicht erlaubt.

  1. Naturbadestelle Sacrower See
    Naturbadestelle Sacrower See
    Naturbadestelle am Sacrower See
    Naturbadestelle am Sacrower See

Touren

Der Sacrower See lässt sich auf einem Rundweg vollständig umwandern.

Die Wege führen überwiegend durch den Königswald. Besonders am Westufer und auf Teilen des Ostufers verlaufen schmale Waldwege längere Zeit in Seenähe und eröffnen zwischen den Bäumen immer wieder Ausblicke auf das Wasser. Am nördlichen und südlichen Ende entfernt sich der Rundweg stellenweise weiter vom Ufer und führt um feuchte oder nicht zugängliche Bereiche herum. Die Runde verbindet dichte Waldabschnitte, steile Uferhänge und die beiden Badestellen.

Als Ausgangspunkte bieten sich Groß Glienicke am Nordende und Sacrow im Süden an. Die Runde eignet sich vor allem zum Wandern. Zwar sind breitere Waldwege teilweise mit dem Fahrrad befahrbar, schmale, wurzelreiche oder sandige Abschnitte machen eine vollständige Umfahrung jedoch wenig komfortabel. Im Naturschutzgebiet dürfen die ausgewiesenen Wege nicht verlassen werden.

Vogelbeobachtung

Der Sacrower See und der Königswald bieten Lebensräume sowohl für Wasservögel als auch für Arten alter und strukturreicher Wälder. Auf dem See lassen sich regelmäßig Haubentaucher, Enten, Blässhühner und weitere Wasservögel beobachten. Die schmalen Röhrichte und feuchten Uferbereiche dienen als Brut- und Rückzugsräume, während alte Eichen, Kiefern und Mischwaldbestände verschiedenen Spechten und anderen Waldvögeln geeignete Lebensräume bieten.

Beobachtungen sind von den ufernahen Wegen aus möglich. Einen eigens eingerichteten Vogelbeobachtungsturm gibt es am Sacrower See jedoch nicht. Da die schmalen Uferzonen besonders störungsempfindlich sind, dürfen die Wege nicht verlassen und Röhricht- oder Feuchtwaldbereiche nicht betreten werden.

Gastronomie

1 gastronomische Einrichtung am Ufer oder in der Nähe.

Wasserfläche

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Für den Bezug der Geodaten der NSG und Gewässer, Biotopklassifikationen und weiterer Daten siehe Literatur/Quellen