Gewässer · Havelland
67 Hektar Wasser — 1 Tour am Ufer.
Wasserfläche
67ha
nach Geodaten (GIS)
Uferlinie
5km
Umfang der Fläche
Typ
See
Der Witzker See liegt nordwestlich von Rathenow zwischen den Orten Witzke und Lochow. Er ist ein flacher, stark verlandender See in der Niederungslandschaft des Westhavellands. Große Teile der Wasserfläche und nahezu das gesamte Ufer werden von breiten Röhrichten eingenommen, sodass der See vom Land aus nur an wenigen Stichwegen und kleinen offenen Stellen sichtbar ist.
Der See wird vom Großen Havelländischen Hauptkanal durchflossen. Dieser verbindet ihn mit dem Hohennauener-Ferchesarer See und dient zugleich der Entwässerung des Havelländischen Luchs. Vor dem Ausbau des Grabensystems bestand eine Verbindung zum Rhin; dessen Lauf wurde im Zuge der Entwässerungsmaßnahmen jedoch verändert. Ein weiterer Zufluss ist der Große Grenzgraben Witzke.
Der Witzker See gehört zum FFH-Gebiet „Hundewiesen“ und zum Europäischen Vogelschutzgebiet „Niederung der Unteren Havel“. In den Schutzgebietsunterlagen wird er als natürliches nährstoffreiches Stillgewässer mit gut erhaltenen Wasserpflanzen- und Röhrichtlebensräumen geführt. Die ausgedehnten Verlandungsbereiche gehen in Feuchtwiesen, Niedermoorflächen und Gräben über.
Touren
Der Witzker See lässt sich am besten von dem Ort Witzke aus erkunden, wo ein Stichweg zum See besteht. Auf der anderen Seite des Sees befindet sich Lochow mit dem Lochower See; Wanderungen in diesem Gebiet sind naturnah und führen am See vorbei, der sich allerdings hinter dichtem Röhricht verbirgt.
Vogelbeobachtung
Die großflächigen, weitgehend störungsarmen Röhrichte machen den Witzker See zu einem wertvollen Lebensraum für Wasser-, Röhricht- und Wiesenvögel. Für die Gewässerstrecke zwischen Hohennauener See, Rhin und Witzker See ist unter anderem die Rohrdommel als charakteristische Art großer zusammenhängender Schilfbestände dokumentiert. Auch die angrenzenden Niederungsflächen sind als Wiesenbrütergebiet von Bedeutung.
Während der Zug- und Winterzeit dient der See zudem als Schlaf- und Rastplatz für Gänse und andere Wasservögel. Die Beobachtung ist vom Land aus allerdings nur eingeschränkt möglich, weil breite Schilfgürtel den Blick auf die offene Wasserfläche verdecken. Geeignete Einblicke ergeben sich vor allem an einzelnen Stichwegen und offenen Stellen; ein eigens eingerichteter Beobachtungsturm besteht nicht.
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